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Energie sparen statt fossile Energie verbilligen

Ständerat Othmar Reichmuth (die Mitte) setzt auf das Energiesparen durch Eigenverantwortung. Zu diesem Zweck reichte er diese Woche in Bern eine Motion ein. Die aktuell erhöhten Energiepreise sollen nicht mit Staatsgeldern verbilligt werden, sondern durch einen verminderten Verbrauch kompensiert werden.

Energiepolitik hat viel mit Wirtschaft und Sicherheit zu tun. Diesen Zusammenhang bekommen derzeit alle zu spüren bei den Preisen für Heizöl, Benzin, Diesel und Gas. So schnell wie die Preise anstiegen, so schnell kamen politische Forderungen nach staatlichen Eingriffen: Teilverzicht bei der Treibstoffsteuer, Erhöhung des Pendlerabzuges bei der Steuererklärung oder Erhöhung der Prämienverbilligung bei der Krankenkasse sind nur einige Beispiele. «Doch das sind alles bloss Massnahmen zur Symptombekämpfung», erklärt der Ständerat aus Illgau, und nennt das Problem beim Namen: «Wir verbrauchen immer noch zu viel nicht-erneuerbare Energie aus dem Ausland.»

Er setzt deshalb auf Eigenverantwortung und Verhaltensänderungen. Durch einfache Massnahmen wie die Regulierung der Raumtemperatur in der Wohnung, das richtige Lüften oder die Wahl des Verkehrsmittels kann erheblich Energie gespart werden – ohne Komforteinbussen. Dies bekräftigt auch die Internationale Energie-Agentur.

Ständerat Othmar Reichmuth und Mitunterzeichnende aus verschiedenen Parteien fordern mit einer Motion den Bundesrat auf, die Bevölkerung verstärkt für solch einfach umzusetzende Massnahmen zu sensibilisieren. Diese Massnahmen sind im Einklang mit der Energiestrategie der Schweiz, die auf drei Pfeilern beruht: die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden, Maschinen und Verkehrsmitteln, die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien und ein schrittweiser Ausstieg aus der Nuklearenergie. «Die Motion setzt auf die wertvollste Energie, nämlich die, welche dank Einsparung gar nicht produziert werden muss», so Othmar Reichmuth.

18. März 2022

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